Freitag, Dezember 18, 2009

Helft euch selbst, dann hilft euch Gott

Es war etwas dran an diesem Spruch, nachdem in dieser Gesellschaft und in diesem Land langsam keiner mehr Verantwortung für einen anderen als sich selbst übernehmen wollte - nicht der Staat, nicht die Politiker, nicht die Besitzenden und nicht die Führungskräfte, und auch sonst keiner mehr. Die bestehenden Strukturen liefen immer mehr ins Leere, und noch war nichts an ihre Stelle getreten - bisher.

Was wir aber eigentlich brauchten, was den neuen Strukturen zugrunde liegen mussten, war ein neues (altes) Verständnis von Solidarität und Gemeinschaft. Wenn die Menschen wieder füreinander einstanden, wenn gegenseitiges Vertrauen und Achtung wieder zu einer Währung wurden anstelle des (oder neben dem) schnöden Mammon, dann konnte eine andere Kultur wieder wachsen, auch hierzulande, eine Kultur, die auf Opportunismus, Plutokratie und Macht um der Macht willen verzichtete, und die am Ende gar den beteiligten Menschen dienen und nützen konnte. Und was für ein Schock wäre das wohl!

Ein erster Schritt: Raus aus der Lohnsklaverei und der (ökonomischen) Fremdbestimmung, und die Dinge, sprich die eigene Arbeit, selbst in die Hand nehmen. Zwei wunderbare Beispiele gab es hier (>>) und hier (>>). Wenn wir weiter auf Hilfe von oben, unten oder seitlich warteten, dann gute Nacht. Man musste ja nur nach Kopenhagen schauen (>>) um zu sehen, dass es in Politik und Wirtschaft um vieles gehen mochte, aber nicht um Logik, nicht um systemisches Denken, und nicht um die größtte Wohlfahrt für die größtmögliche Zahl, sondern um Macht und Geld, vorzugsweise für die, die sie ohnehin schon hatten.

Eine andere Welt war möglich, wie es so schön hieß. Sie begann mit jedem einzelnen.

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Eingestellt von MwaH Am/um

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