Dienstag, Oktober 06, 2009

Was geht mich mein eigenes Leben an?

Das Problem war nicht nur ein deutsches, nein, es war international, nun auch ganz offiziell in Irland beispielsweise. Laut den NachDenkSeiten (>>), die aus den MM News zitierten, hätte sich dort keineswegs die Mehrheit der Bevölkerung für den Lissabon-Vertrag ausgesprochen. In absoluten Zahlen seien nur knapp 39% der Iren für ein Ja zu haben gewesen. Des Rätsels Lösung lag natürlich wieder einmal bei den Nichtwählern, denn fast die Hälfte der irischen Wahlberechtigten bewegte sich erst gar nicht an die Urne.

Das war das große, gegenwärtige Problem der Demokratie: das, mal freundlich formuliert, fortgesetzte Desinteresse eines Teils ihrer Bürger an den Umständen des eigenen Lebens und Erlebens. Frustration und Resignation waren sicherlich verständliche Reaktionen auf die Art und Weise, in der Politik dieser Tage betrieben wurde, aber sie nutzten nichts, sie nutzten ja nicht einmal den Frustrierten und Resignierten selbst. Solange dieser Zustand anhielt, solange war es in der Tat möglich, dass 5% der Bevölkerung die anderen 95% übers Ohr hauen konnten (>>), wie es ihnen gefiel. Die wehrten sich ja nicht. Sie kamen nicht einmal mehr hinter dem Ofen vor. Das ganz konkrete Resultat dieser Haltung: Schwarz-Gelb in Deutschland, und der Lissaboner Vertrag in absehbarer Zukunft in Europa (>>). Prost Mahlzeit.

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Eingestellt von MwaH Am/um

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