Freitag, September 25, 2009

Ich wähle LINKS.

Je mehr von uns darüber sprechen, umso eher durchbrechen wir die Meinungsmache (>>) der etablierten Medien. Deshalb sage ich: Ich wähle LINKS.
Ein jeder kann und darf ja in diesem Land wählen was er will
. Warum ich mich entschieden habe, meine Stimme für DIE LINKE abzugeben:

Ich betrachte mich als tief überzeugten Humanisten, der in einer lebenswerten Gesellschaft leben will. In einer Gesellschaft, in der sowohl die Begriff Verantwortung und Solidarität noch etwas bedeuten, in der über den Tellerrand u
nd nicht nur an sich selbst gedacht wird, und in der jeder eine Stimme hat und diese Stimme zählt.

Früher wählte ich SPD, bis Gerhard Schröder Kanzler wurde und durch seine Politik für die Bosse diese Episode beendete. Er entpuppte sich als Parvenü ohne jeden Sinn für die Gesellsch
aft als Ganzes, der Erfinder der "Sachzwänge", und das war das.
Dann wählte ich die Grünen, bis sie Hartz VI mittrugen, ohne jede eigene Idee unter Fischer zum Abnicker der immer weiter nach rechts driftenden SPD degenerierten und offenbar vergaßen, woher sie kamen und warum wir sie eigentlich gewählt hatten.

Dann kam die Große Koalition, und was soll ich sagen:
Sie war noch schlimmer als all die Ahnungen, die man zuvor hatte.
Die CDU hat eine Kanzlerin, die nichts
tut außer abzuwarten und ihr Fähnchen dann nach dem Wind zu hängen; der Wirtschaftsminister hat einen großen Namen und sonst nicht viel; der Innenminister ist paranoid und hätte längst eingeliefert werden sollen; der Verteidigungsminister ist einer der prominentesten Ausüber von Neusprech, und so fort.
Die aktuelle SPD ist eine CDU in Rot, mit dem unfähigsten Finanzminister aller Zeiten (>>), der erst selber mithalf, den Brand zu legen, und sich jetzt als Feuerwe
hrmann inszeniert; einem Parteivorsitzenden, dem die Verbindung zur Realität offenbar schon seit Längerem abhanden gekommen ist; und grundsätzlich mit Führungspersonal, das offenbar für jeden möglichen Auftraggeber arbeitet, aber nicht für die eigene Partei (>>).
Zur aktuelle
n FDP sage ich nichts viel: Sie sind die Apologeten all dessen, was in unserer heutigen Gesellschaft falsch ist, was sie vernichtet - Sozialdarwinisten über alles, jeder ist sich selbst der Nächste, frei nach dem Motto: "Eure Armut kotzt mich an!"

Was bleibt mir noch? Eine Partei, der
en Vorsitzender wenigstens etwas von Volkswirtschaft versteht; die einen bescheidenen Mindestlohn einführen will; die die Ausgrenzung der Benachteiligten verringern will; die die Profiteure der Katastrophen der letzten Monate mit in die Verantwortung nehmen will; und die sich nicht der modernen Religion des Neoliberalismus unterworfen hat. Wichtiger noch: eine Partei, die noch an das Primat der Politik zu glauben scheint und sich den Sachzwängen nicht beugt, die von allen anderen Seiten herbeiphantasiert werden im Interesse einiger weniger. Eine Partei, die, wenigstens für den Augenblick, noch wagt, jene Dinge beim Namen zu nennen, die falsch, und jene, die richtig sind. Ich stimme nicht mit allem überein, zugegeben, und in Berlin lebend habe ich auch noch eine andere Seite der LINKEn kennengelernt - aber mir liegt an einem lebenswerten Land, und mir liegt an einem lebenswerten Leben, und deshalb will und muss ich mit den mir verbleibenden bescheidenen Mitteln endlich ein Zeichen setzen.

Ich wähle LINKS. Diese Wahl gibt es keine Wahl.


P.S.: Zu allem Für und Wider betreffs der LINKEn gibt es einen hervorragenden Post mit einer Menge Kommentaren drüben beim Spiege
lfechter (>>) - ich erspare es mir also, all das an dieser Stelle zu wiederholen. Wer immer will wird dort fündig.

(100 Blogs für DIE LINKE: Hier gibt es mindestens 99 weitere gute Gründe fürdie richtige Wahl. Eine Inititive von Frank Benedikt.)

[Rechte an Lafontaine liegen bei der ZEIT]

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Eingestellt von MwaH Am/um

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