Interessante Zeiten
Auf den ersten Blick waren es Tage der Untätigkeit, die ich verlebte. In mir drin arbeitete es allerdings ganz gehörig. Ich wurde das dumme Gefühl nicht los, dass wir in „interessanten Zeiten“ lebten, wie der Weise euphemistisch so sagte – sollte heißen, dass vielleicht der Verlauf der nächsten zehn, zwanzig, oder auch hundert Jahre in diesen Tagen, Wochen und Monaten entschieden wurde, mehr oder minder unfreiwillig, oder sehenden Auges durch Menschen, die es nicht besser wussten.
Ich beschäftigte mich jetzt sicherlich schon seit einem halben Jahr mit der verdammten Finanzkrise, die in der Zwischenzeit zu einer ausgewachsenen Wirtschaftskrise geworden war und, wie ich es sah, noch eine veritable Systemkrise werden könnte. (Aus diesem „könnte“ konnte man auch ein „würde“ machen.) Hatten die Menschen in den Tagen vor der Französischen Revolution wissen können, was auf sie zukam? Hatten es die Menschen vor der Großen Depression geahnt? Ahnten wir es, hier und heute? Denn was immer es war, eines war sicher: Etwas stand uns bevor.
Interessant wie die Zeiten waren, lebten wir tatsächlich in einem großartigen Zeitalter: Alles an Information war (noch) auf die eine oder andere Weise verfügbar und zu haben, und wer wusste, was er sich wo beschaffen und welchen Quellen man vertrauen konnte, was die Anzeichen waren für ehrliches Bemühen und Information und was jene für Wahnsinn und Dogmatismus, der konnte sich ohne Weiteres gehörig auf die Sprünge helfen im langsam zusammengepuzzelten Verständnis dieser großen Welt. Nur dass ihm das, was er dabei vielleicht entdeckte, wohl nicht gefallen würde.
Ich beschäftigte mich jetzt sicherlich schon seit einem halben Jahr mit der verdammten Finanzkrise, die in der Zwischenzeit zu einer ausgewachsenen Wirtschaftskrise geworden war und, wie ich es sah, noch eine veritable Systemkrise werden könnte. (Aus diesem „könnte“ konnte man auch ein „würde“ machen.) Hatten die Menschen in den Tagen vor der Französischen Revolution wissen können, was auf sie zukam? Hatten es die Menschen vor der Großen Depression geahnt? Ahnten wir es, hier und heute? Denn was immer es war, eines war sicher: Etwas stand uns bevor.
Interessant wie die Zeiten waren, lebten wir tatsächlich in einem großartigen Zeitalter: Alles an Information war (noch) auf die eine oder andere Weise verfügbar und zu haben, und wer wusste, was er sich wo beschaffen und welchen Quellen man vertrauen konnte, was die Anzeichen waren für ehrliches Bemühen und Information und was jene für Wahnsinn und Dogmatismus, der konnte sich ohne Weiteres gehörig auf die Sprünge helfen im langsam zusammengepuzzelten Verständnis dieser großen Welt. Nur dass ihm das, was er dabei vielleicht entdeckte, wohl nicht gefallen würde.
Labels: the last crisis


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