Sizilianische Reise (21)
MONREALE – Der Bus ab der Piazza Indipendenza den Berg hinauf hallte wieder vom babylonischen Sprachgemisch. Iren, Deutsche, Engländer, Franzosen, Italiener, alle waren sie an Bord und strebten dem Haus des Herrn zu. Dieses Haus war dann erstmal geschlossen, und der Volkstamm verkrümelte sich in den Gassen der Altstadt. Es waren schöne Gassen, und sie waren sehr lang und sehr gewunden und sehr heiß, und wir wurden sehr durstig. Wir bestellten ein Bier in einer Bar am Domplatz, der immernoch so war, wie er damals gewesen war, und ich erinnerte mich mit einem Mal wieder an viele Dinge, und es waren gute Erinnerungen. Ich erinnerte mich an Monreale, wie es damals gewesen war, und an Palermo, wie es damals gewesen war, und an R. und daran, wie sehr ich damals in sie verliebt gewesen war. Ich schwelgte in Erinnerungen, und verlor mich in der inneren Zeit, die den Erinnerungen eigen ist, und rauchte eine Zigarette und trank mein Bier.
Labels: Sicilia


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